Sonntag, 25. September 2011

Angepflaumt

Und weggezwetschgt. Unten befindet sich ein Hefeteig aus 250g Mehl, einem halben Würfel Hefe, 50g Zucker, 100ml lauwarmer Milch, 40g Butter und einem Eigelb, fix angerührt und eine halbe bis eine Stunde am warmen Küchenfenster größer gezüchtet.

Wenn der Hefeteig merklich größer wird, rollt man ihn aus und packt ihn (mit kleinem Rand) in eine gefettete und leicht gemehlte Backform mit 26 cm Durchmesser. Auf den Boden habe ich zwecks Resteverzehr eine Handvoll übriggebliebene Amarettini gepackt, fein zerbröselt mit dem Blitzhacker oder wahlweise in eine Tüte gepackt und mit Nudelholz traktiert.

Auf die Krümel kommen ca. 800g entsteinte Pflaumen, die als Krönung mit einem Hagelzucker-Zimt-Gemisch bestreut werden. Der Kuchen backt im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad in der Ofenmitte ca. eine halbe Stunde, und wer mal etwas anderes versuchen will als Sahne, der schlackert einfach einen Klecks leicht gesüßten griechischen Sahnejoghurt drauf.

Ist es eigentlich krankhaft verfressen, wenn fünf Personen einen ganzen Kuchen im Lauf eines einzigen Nachmittags verzehren?

Samstag, 24. September 2011

Herbschtliches



Falls ich mich vertippe, liegt das daran, dass ich zu viel Federweißer zu mir genommen habe. Den gab es heute, und damit das mit dem Vollrausch etwas länger dauerte, gabs dazu Zwiebelkuchen, nicht so einen mit dickem Teig drunter, sondern einen mit ganz dünnem knusperigem. Affenlecker!

Der Teig bestand aus 300g Weizenmehl, 150g Roggenmehl, ca. 200ml Wasser, einer Packung Trockenhefe, einem TL Salz und einem EL Olivenöl. Daraus mit den Knethaken des Rührgeräts einen elastischen Teig kneten, falls das Ganze zu matschig wird (was am Roggenmehl liegt, das aber geschmacklich wichtig ist), einfach noch Weizenmehl hinzufügen. Den Teig 30-45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Währenddessen schält man vier große Zwiebeln, weint dabei sinn- und zweckfrei eine Runde und dünstet die Zwiebeln danach in einer ordentlichen Portion Olivenöl an, bis sie glasig ausschauen und kein Bauchzwicken mehr verursachen.

Die Zwiebeln kühlen nun ab, Zeit genug, um einen Becher Creme Fraiche, 50g Magerquark und 100ml Sahne mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss zu verrühren und ca. 100g Schinken in Streifen zu schneiden und den Backofen auf 230 Grad vorzuheizen.

Danach rollt man den Teig sehr dünn auf Backpapier aus (etwa auf die Dicke einer Pappe), formt einen kleinen Rand (damit die Quarkcreme nicht runterläuft), verteilt zunächst die Creme, danach die Zwiebeln und zum Schluss den Schinken auf dem dünnen Fladen und ab damit in den heißen Backofen. Heiß ist hier ausnahmsweise mal sehr wichtig, damit der Teig knusprig wird. Wir haben vier Fladen gebacken, vermutlich könnte man auch zwei Backbleche damit füllen. Bei 210 Grad wird der Zwiebelkuchen unten im Backofen ca. 12 Minuten lang gebräunt.

(mit leichten Modifikationen entnommen aus "Was koche ich, wenn ...?" von Tanja Dusy.)

- und irgendwann, wenn die Kinder groß sind, schaffe ich es auch, mit Muße mein Essen zu fotografieren statt einfach in ungünstigem Licht die Kamera draufzuhalten, bevor jemand am Teller zerrt)



Dienstag, 12. Juli 2011

Müslibrot

Nach diesem Rezept, statt mit den immergleichen Rosinen zur Abwechslung mal mit Cranberries und getrockneten Aprikosen. Mangels Pistazien im Vorratsschrank kamen die restlichen Pinienkerne, die in der geöffneten Tüte vor sich hinwarteten, ins Brot. Auf jeden Fall eine Wiederholung wert!

Gut Kirschen essen

kann man eigentlich nicht, wenn das Kilo Kirschen zwischen 7 und 10 Euro kostet. Jedenfalls nicht mit einer großen Familie. Darum waren wir am Samstag Kirschen pflücken. Das Kilo für 3,80 Euro. Und weil uns die Himbeeren so anlachten, nahmen wir gleich noch ein Kilo von ihnen mit. Für den gleichen Preis. Daraus wurde zunächst einmal Ad-hoc-Nahrung für die nächsten Stunden, daraufhin noch Marmelade, und auch für einen leckeren Kirschkuchen (Marzipan in der Eicremefüllung ist in Verbindung mit Kirschen ein Traum) und Himbeer-Cupcakes war noch genug Obst zur Verfügung. Selberpflücken ist wohl unsere neue Samstagsbeschäftigung!



Samstag, 5. März 2011

Zucchini-Käse-Puffer


Gemüsesuppe ist die eine Variante, bei der Kinder tonnenweise Gemüse verdrücken, ohne mit der Wimper zu zucken. Die andere Variante heißt Gemüse X-Puffer (X ist ersetzbar durch ein beliebiges Gemüse). Am Freitag nahm ich mich der drei Zucchini an, die sich seit einiger Zeit im Kühlschrank langweilten. Zucchini verarbeiten wir meist zu Gemüsepfannen, manchmal zu Zucchini-Zitronenkuchen (ungemein saftig und lecker) und manchmal zu Puffern. Und das geht so. Man nehme drei mittelgroße Zucchini à ca. 200g, raspele sie fein, lasse sie mit einem Teelöffel Salz einige Zeit stehen, drücke sie dann gründlich aus, füge eine große kleingeschnittene Zwiebel hinzu sowie 50g Parmesan, 50g Mehl und 2 Eier. Je nach Salzigkeit kann man die Masse noch nachsalzen und Pfeffer hinzugeben.

In einer Pfanne brät man in 4-5 Minuten in heißem Pflanzenfett kleine Puffer und serviert sie mit einer Joghurt-Kräutersoße (Joghurt, Salz, beliebige Küchenkräuter und / oder Knoblauch).

Montag, 28. Februar 2011

Pimp up your Möhrenmuffins

Mit Orangen-Frischkäsecreme. Wenn schon kein Frühling draußen, dann doch wenigstens auf dem Kaffeetisch!

Kürbisauflauf

Neulich las ich bei Valentinas Kochbuch über dieses Buch, das sehr bodenständige Rezepte beinhaltet. Glücklicherweise konnte ich ein Mängelexemplar ergattern und nun üben wir uns ab und an in der Schweizer Küche ...


In diesem Buch findet sich ein sehr leckeres Rezept für einen Kürbisauflauf mit Schinken. Bei dieser Gelegenheit kam meine Lieblings-Auflaufform zum Einsatz. Gestern am Tisch musste ich nachrechnen und stellte fest: sie ist 24 Jahre alt - geschenkt wurde sie mir Anfang der 7. Klasse, als ich zum Schüleraustausch in Le Tréport war. Damals wusste ich nicht, was ich mit einer Auflaufform anstellen sollte, heute weiß ich zu schätzen, dass sie ihre Temperatur hervorragend hält und außerdem sehr sehr robust ist. (sie fiel mir schon mehrere Male zu Boden und bis auf einen kleinen Splitter ist sie unversehrt ...) - es wäre schön, wenn die Dinge heute noch ähnlich langlebig wären!


Samstag, 26. Februar 2011

Pastinaken(senf)suppe

Wenn die Biokiste wieder Pastinaken beinhaltet und wir keine Pastinakenpuffer braten möchten, gibt es bei uns Pastinaken-Senf-Suppe. Bei der schmeckt man die Pastinake heraus, aber dank einer Vielzahl an Gewürzen bekommt das Ganze einen etwas exotischen Anstrich, was ich sehr gut finde (ich hatte beim ersten Kochen Angst, die Suppe könnte wie Babybrei schmecken ...)






Quelle: Das wirklich tolle Kochbuch Pastinaken & Co., das man auf dem oberen Bild sieht. Es beinhaltet enorm viele Rezepte mit heimischem Gemüse und trifft meist den Geschmacksnerv der Mini-Gourmets.

Donnerstag, 24. Februar 2011

1001 x Marmorkuchen

Die Kinder lieben Marmorkuchen. Ich eigentlich auch. Aber nicht immer denselben. Also variieren wir. Einmal mit Ovomaltine statt Kakaopulver im dunklen Teig, einmal zusätzlich mit geschmolzener weißer Schokolade im hellen. Diese Variante von Sarah Wiener löst in der beigefügten Milch etwas Marzipan, und ich habe den Eindruck, das macht den Kuchen saftiger. (Vorschlag des Kindes zur Variation war übrigens, den einen Teig mit roter und den anderen mit grüner Lebensmittelfarbe zu färben. Ich glaube, im Sommer versuche ich es einfach mal mit Erdbeersirup oder so - wer sagt denn, dass Marmor immer schwarzweiß sein muss ...)

Freitag, 18. Februar 2011

Plätzchen ratzfatz



(und auch noch ein bisschen gesund ...)

Zutaten:
160g Weizenvollkornmehl
160g Weizenmehl Typ 405
100g Zucker
200g weiche Butter

Zubereitung: Backofen auf 170 Grad vorheizen. Zutaten miteinander verkneten, entweder in der Küchenmaschine oder mit der Hand. Den Teig sofort ausrollen (Lagerung im Kühlschrank macht ihn eher zu hart) und Figuren ausstechen, alternativ in Shortbread-Streifen schneiden. Aufs Backblech legen und 8-9 Minuten backen. Nach dem Backen mit feinem Zucker bestreuen. Ganz knusprig, buttrig und lecker!

(nach einem Rezept von Rachel Allen, Mein Familienkochbuch)

Samstag, 29. Januar 2011

Nusspasta

Als ich noch in Köln gearbeitet habe, war ich öfter mal zum Essen bei einer lieben Kollegin zu Gast. Die wohnte in einer großen WG mit großem Esszimmertisch und noch größeren Töpfen. Manchmal kochte sie Nusspasta mit Knoblauch, die war einfach göttlich. Die Kollegin sagte, das sei kein großes Geheimnis, man nehme einfach Pasta, Walnüsse, Olivenöl und Knoblauch. Ich habe gestern noch Pinienkerne hinzugefügt, vermutlich geht es auch mit Cashewkernen.

Zutaten für 2 Personen (die Kinder lagen schon im Bett und der Hunger war groß ;-)):
250g Spaghetti
100g Walnüsse
50g Pinienkerne
3 EL Olivenöl
1 große Knoblauchzehe
Parmesan zum Bestreuen

Zubereitung:
Während die Spaghetti kochen, die Pinienkerne in einer Pfanne duftig rösten. Geröstete Pinienkerne zusammen mnit den Walnüssen (ein paar zum Dekorieren übrig lassen), dem Olivenöl und der Knoblauchzehe im Blitzhacker oder der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab (Achtung, Walnüsse fliegen durch die Küche!) fein hacken, bis eine pastöse Masse übrig bleibt, ähnlich einem Pesto, nur aus Nüssen. Die gekochten Spaghetti mit der Nusspaste mischen, mit Parmesan und Walnusshälften bestreuen und genießen! (gern mit Weißwein).

Samstag, 22. Januar 2011

Morgen dann ...

... probiere ich gebratene Topinambur mit Käsesauce aus! Und wenn ich es nicht verschussel, gibt es auch ein Foto. Ebenso von den Erdnuss-Cookies. Versprochen!

Dienstag, 18. Januar 2011

Tomatensoße nebenbei

Ich gebe offen zu, ich bin manchmal kochfaul. Und an stressigen Tagen möchte ich während des Kochens noch 1000 andere Dinge erledigen: offene Rechnungen überweisen, bei der Kinderärztin anrufen, Wäsche aufhängen u.ä. Darum kam mir dieses Rezept für Tomatensoße, über das ich vor einem halben Jahr in irgend einem Blog (oder war es ein Forum?) auf der Suche nach einem Rezept für Tomatensoße mit Fleischklößchen gestolpert bin, sehr gelegen, denn es kocht sich quasi von allein und schmeckt unglaublich lecker tomatig, so dass ich die Fleischklößchen kurzerhand weggelassen habe.


Sonntag, 16. Januar 2011

Salanje ... oder Lasagne?

Der Erstgeborene konnte anfangs Lasagne nicht aussprechen, aber dafür umso mehr davon essen. "Salanje" hieß das Gericht bei ihm lange Zeit, und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich diesen Wortdreher selbst übernehme. Heute also Fenchel-Lasagne, weil die Gemüsekiste am Donnerstag zwei dicke Knollen geliefert hat, die in einem nicht allzu fenchelig schmeckenden Gericht Verwendung finden sollten.



Quelle, wie auch schon gestern: Die Jahreszeitenküche ...

Samstag, 15. Januar 2011

Pastinakenpuffer mit Apfelmus

Ich weiß nicht genau warum, aber unsere Kinder lieben Pastinake. Ich vermute dahinter irgend eine frühkindliche Prägung, denn eines der ersten Gerichte, die alle drei Kinder kosten durften, waren weiche Pastinakenstücke. Die würde heute natürlich keiner mehr so essen, dafür aber findet dieses Gericht reißenden Absatz.

Freitag, 14. Januar 2011

Möhrensuppe ohne Firlefanz


Diese Möhrensuppe ist eines der ersten Gerichte, die ich während meines Studiums selbst gekocht habe - sie avancierte bald zu meinen Lieblingsgerichten, und jetzt gehört sie zu den Lieblingssuppen des großen Sohnes. Man kann sie beliebig variieren und abschmecken (s.u.).

Zutaten:
700g Möhren
2 Kartoffeln
1 Zwiebel
Öl oder Butter
700ml Gemüsebrühe
200ml Sahne
Petersilie
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Die Zwiebel schälen und in Butter oder Öl anschwitzen. Möhren und Kartoffeln schälen, waschen und in Stücke schneiden. Zu den Zwiebeln geben und ca. 5 Minuten schmoren. Brühe dazugießen und das Ganze ca. 18-20 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse weich ist. Sahne hinzugeben und alles pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren.
Weil mir diese Suppe auf Dauer zu konservativ ist, variiere ich immer mal wieder: mal schmore ich eine halbe rote Pepperoni mit den Zwiebeln an, mal ein Stück Ingwer. Einen Teil der Brühe kann man auch durch frisch gepressten süßen Orangensaft ersetzen und die Sahne durch Kokosmilch. Statt Muskatnuss geht auch gemahlener Koriander, und als Suppeneinlage eignen sich Wiener Würstchen, Gemüsechips, geröstete Toastbrotwürfel o.ä.





Auf ein Neues!

Da ich gern koche und backe, mein Blog aber nicht nur noch mit Essensthemen füllen möchte, habe ich ein zweites angelegt. Hier möchte ich Rezepte (und Fotos) von Gerichten zeigen, die in mir ein gutes Bauchgefühl hinterlassen. Oftmals sind es Mahlzeiten, die zügig von der Hand gehen oder sich nebenbei kochen lassen, und da bei mir immer 5-10 Personen (davon mindestens die Hälfte Kinder) am Tisch sitzen, spielt neben der Qualität der Nahrungsmittel (wir lassen uns einmal wöchentlich von einer fantastischen Biokiste überraschen) natürlich auch der Preis eine Rolle. Ich hoffe, dass das Blog nicht im Sumpf des Alltags untergeht und freue mich über eure Kommentare!